EURO.IBAN$ Funktion im Zusammenhang mit SEPA Verfahren

Artikel KBAD001266

Betrifft:
address manager 17-9, cRM 7-9
Kategorie:
Allgemeine Hinweise
Überarbeitet:
07.12.2017

Die Einführung des SEPA Verfahrens bei Finanztransaktionen erfordert die Verwendung der IBAN, anstatt der bisherigen Kombination aus Kontonummer und BLZ (und Land und ggf. Empfängername).

Beachten Sie bitte beim combit Relationship Manager / combit address manager in diesem Zusammenhang die folgenden wichtigen Hinweise:

Neu ab cRM8 und AM18:
Die List & Label Funktion IBAN$ kann dazu verwendet werden, die angegebene IBAN in einer leichter lesbaren, gruppierten Form zurückzugeben. Die Formatierung entspricht der ISO 13616-Norm.

Ab cRM 7.001 und AM17:
Die List & Label Funktion EURO.IBAN$ steht nicht mehr zur Verfügung. Diese wurde in den mitgelieferten Solutions bisher dazu verwendet, um
a) per Folgeverknüpfung aus Land, BLZ und Kontonummer eine IBAN zu erzeugen
b) eine vorhandene IBAN auf ihre Gültigkeit zu prüfen und ggf. durch eine alternative zu korrigieren.

Hintergrund: 
IBAN$ berücksichtigt weder das neue, erst im Juni 2013 von der Bundesbank eingeführte "erweiterte Kennzeichen für die IBAN-Regel" für deutsche IBANs (womit sich die Generierung jetzt auch noch je Bank unterscheiden kann), noch die Tatsache, dass einige Banken sich nicht direkt an den Standard halten, sondern zusätzlich noch die Kontonummer um eigene Bereiche "anreichern"/"shiften". Zusätzlich bedeutend die Tatsache, dass laut ISO 13616 festgelegt ist, dass ausschließlich die Finanzinstitute selbst die "Hoheit" über die Generierung von IBANs für Ihre Konten zugesprochen bekommen haben.

Auch Wikipedia stellt dazu folgendes fest:
Zitat: "Benutzt man eine selbsterrechnete IBAN, so riskiert man im schlimmsten Fall den Verlust seiner Überweisung. Bereits die ISO 13616 legt fest, dass ausschließlich die Finanzinstitute eine IBAN generieren dürfen. Hintergrund ist, dass die bisherige Kontonummer nicht immer rechtsbündig in die IBAN eingesetzt wird, sondern gelegentlich um zwei Stellen versetzt - die letzten beiden Ziffern entsprechen dann dem bisherigen Unterkonto." (http://de.wikipedia.org/wiki/International_Bank_Account_Number)

Aus diesem Grund raten wir ab sofort explizit von der weiteren Verwendung der EURO.IBAN$-Erzeugungsfunktion ab. Bitte erfragen Sie die korrekte IBAN direkt beim jeweiligen Kontoinhaber/Ihrem Kunden.

Die List & Label Funktion "EURO.VerifyIBAN$()" wird es zunächst bis auf Weiteres geben. Diese prüft bei einer IBAN, ob die darin enthaltene Prüfziffer "technisch" korrekt ist, was z.B. nicht bedeutet, dass es das Empfängerkonto tatsächlich gibt und vieles mehr. Derzeit unterstützt die VerifyIBAN$-Funktion allerdings noch nicht alle Länder, die mittlerweile am IBAN Verfahren teilnehmen. Unterstützt werden derzeit DE, CH, AT, BE, DK, GB, FI, FR, NL, IE, IS, IT, LU, NO, PT, SE, ES, EL.


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